Ich möchte dir nun einige Dinge anvertrauen, die ich in den tiefsten Speicherregionen meines PC's verbergen muß, obwohl manche behaupten, es gäbe Virusprogramme, die solche intimen Aufzeichnungen ganz einfach mitten auf Webseiten im Internet stellen, so daß alle User darauf zugreifen und es lesen können - ein unvorstellbarer, erschreckender Gedanke. Im Vertrauen darauf, daß dieser Krisenfall - ich nenne ihn einfach mal "Distress" - nie eintreten wird, erzähle ich dir all jene Geschichten, über die man sonst lieber den Mantel des Schweigens ausbreiten sollte.
  3. September 1999
Der heutige Stammtischabend, der ganz im Zeichen des Besuches von Ernst Vlcek und Klaus N. Frick steht, läßt uns natürlich nicht viel Zeit, um über den immer näher rückenden Austria Con II zu sprechen. Aber alleine die Tatsache, daß außer Ernst Vlcek heute gleich fünf weitere Podiumsgäste anwesend sind - Andreas Findig, Reinhard Habeck, Michael Wittmann, Hermann Urbanek und der Astrophysiker Dr. Karl Grün - läßt uns zwischendurch immer wieder die wichtigsten Con-Themen anreißen.
Ungeklärt ist noch die Frage der Trennwände, die wir zur Abteilung des großen Saales benötigen. Hier müssen wir versuchen, eine günstige Quelle auftun, da die regulären Preise für solche Abtrennungen extrem hoch sind.
Auch die Eintritts- und Händlerpreise werden diskutiert. Die Händlerpreise betragen unverändert ATS 250,- /DM 36,- pro Laufmeter inklusive Eintritt; ab 3 Laufmeter gibt es zwei Eintrittskarten. Mittlerweile haben neben Comic Virt und Polischansky auch Black Jack's Depot aus Deutschland, Comic Steiner und der P.R.-Club ARGE FESTAK einen Tisch reserviert. Für Mitglieder des Star Observers "Club for Kids and Teens" wir es eine kleine Ermäßigung geben - eine Ankündigung des Cons wird in der nächsten Ausgabe der Zeitschrift zu finden sein.
Unser Verein (mir fällt jetzt gerade der Name nicht ein) befindet sich zur Zeit in Gründung, die Unterlagen werden hoffentlich rechtzeitig von den Behörden bearbeitet.
Im Programmablauf gibt es eine kleine Änderung: Ernst Vlcek wird voraussichtlich mit Klaus Bollhöfener seinen Platz tauschen, damit der Vortrag über "Verschönerungen und Verfremdungen" in aller Frische nach der Mittagspause über die Bühne gehen kann. Bleibt nur noch die Frage, wo wir ein Projektionsgerät für feste Vorlagen auftreiben werden (Besitzer eines solchen bitte melden!).
Michael Marcus betätigt sich heute Abend einmal nicht werfender, sondern rollender Weise: Stolz präsentiert er ein großes Päckchen, das er heute mit der Post erhalten hat, und darin befinden sich - erraten! - die Con-Plakate! Jeder bekommt ein Päckchen der handlichen A3-Poster und auch einige der riesigen A1-Plakate zur Verteilung an Trafiken und Geschäfte und für den .. ähem .. Eigenbedarf. Das nächste Treffen wird für den 17. September angesetzt. Countdown läuft - X minus 57.
  12. September 1999
Heute ist wieder einmal Comic-Börse in Wien! Ich bin als einer der ersten Gäste dort und hänge gleich beim Eingang eines der großen Con-Poster auf. Alleine im Laufe des Vormittags sind mindestens 500 Leute in einer langen Schlange bis auf die Gasse angestellt. Sobald man den Eingang passiert hat bis hin zur Kassa sieht man das Poster. Vom Eingang bis zur Kassa sind es ca. 10 Meter. Die Schlange schiebt sich pro Minute ca. 1 Meter vorwärts. Dazu noch die halbstündige Wartezeit zu Beginn, macht das einen effektiven maximal möglichen Blickkontakt von ca. 100 Stunden. Allerdings ist zu berücksichtigen, daß sich zirka um elf Uhr die Schlange schneller fortbewegt, und ab 11:25 Uhr die Pinwand mit dem Poster in einem anderen Winkel aufgestellt wird. Außerdem .... na ja, ich denke, es haben viele gesehen.
  15. September 1999
Gerade als ich beim Frühstück sitze, klingelt es, und der Briefträger bringt ein Päckchen aus Deutschland. Ich habe vor ein paar Tagen Bolli angemailt, daß ich auf der nächsten SF-Börse einen Stand habe und dort auch ein bißchen Werbung für Perry Rhodan machten könnte. Es kommen ein paar Ausgaben der SOL, Flyer zur PRFZ und dem Weltcon und ein paar Poster. Ganz schön flott die Burschen!
Ansonst bin ich gerade wieder damit beschäftigt, verkühlt zu sein und im Bett zu liegen.
  17. September 1999
Gerade rechtzeitig zur Con-Besprechung geht es mir wieder etwas besser, aber ich bin nicht allzu lange im "Flut und Ebbe" und bringe in dieser Zeit nur einige Punkte vor, die ich mir zuvor zusammengeschrieben habe. Was war das noch alles?
#Filme: Es werden 3 Filme gezeigt, verteilt über den ganzen Con; #Eintrittskarten: Wir werden ca. 300 Stück herstellen, um die Hüllen muß ich mich noch kümmern. Außerdem müssen wir die Karten für die Versteuerung numerieren; #Stellwände: Wolfgang hat welche in Aussicht, auch ich könnte vielleicht welche auftreiben. Mein Bürokollege wird mir Fotos mitbringen, wie die Wände aussehen; #Tonanlage: Wir müssen unbedingt vorher einen Soundcheck machen. Und wir brauchen jemanden, der sich um die Anlage kümmert; #Aufsichtgerät: Ganz schönes Problem. Woher nehmen oder stehlen? #Kassa: Dort muß wer sitzen, der alle Leute kennt, aber wer bloß? Auch brauchen wir einen Eingang für VIP's, Vorbesteller und Presse; #Getränke: Wird Thomas besorgen; #Moderatoren: Neben Leo Lukas werden auch Roman, Daniela und Wolfgang gefordert werden. Die drei müssen sich mal wegen eines Konzeptes zusammensetzen; #Herrichten/Wegräumen: Hier muß wohl jeder in den sauren Apfel beißen und Freitag abends, Sonntag mittags und auch dazwischen in die Hände spucken, während sich die Gäste vergnügen; #Autorengespräche: Die Gesprächsrunden im kleinen Kreis werden wir je nach Bedarf spontan organisieren; #Notfallplan: Gerade in der kalten Jahreszeit kann es zu krankheitsbedingten Ausfällen kommen. Hier müssen wir jedenfalls immer Reserven einplanen; #Tombola: Vielleicht ja bei der Con-Party; #Gästeabholung: Am Freitag werden sicher einige von uns Chauffeur und Lotse spielen müssen; #Schweizerhaus: Eine rechtzeitige Reservierung wäre sicher nicht schlecht; #PRSKS: Wieviele Leute werden jetzt konkret teilnehmen? usw. usw.
Der Verein, den wir hinsichtlich einer Kulturförderung gründen wollen, ist noch in der Entstehungsphase, und schon haben wir eine Absage bekommen. Die beiden Michaels waren beim zuständigen Amt vorstellig und mußten unverrichteter Dinge wieder abziehen - "vielleicht ein ander' Mal ...". Hubert Haensel wird übrigens mit Familie kommen und Alfred Vejchar wird spätestens im Programm wieder seinen richtigen Namen erhalten. Michael übergibt mir bereits die ersten Beiträge für das Programmheft! Wolfgang hat uns einiges vorgelegt und fast alle Trafiken in seinen Rayons abgeklappert und mit Plakaten und Flyern versorgt. Da haben wohl einige ein schlechtes Gewissen bekommen ...
  22. September 1999
Einer der Voranmelder ist der Chefredakteur der Österreichischen Astronomie- und Raumfahrtvereinigung. Hier wollen wir Kontakt aufnehmen, um vielleicht für den Astronomieblock am Sonntag gemeinsam mit Dr. Grün etwas auf die Beine zu stellen. Allerdings hat sich bei mir die nächste Phase der Verkühlung eingestellt - ich bin stimmlos, das Telefonat muß noch kurz warten.
Die Firma, die den Vurguzz herstellt, hat sich auf meine Anfrage hin noch nicht gemeldet, aber ich denke, die PRFZ wird da wahrscheinlich ein paar Kistchen mitnehmen. Auch die Mars Society aus Deutschland hat sich trotz nochmaligem Mail nicht mehr gerührt.
Der Countdown läuft - X minus 38.
  23. September 1999
Meine Stimme ist zwar noch immer nicht ganz da, aber ich telefoniere trotzdem mit Mag. Franz Ehart vom ÖARV. Wir plaudern etwas über den Austria Con II und einen möglichen Vortrag des Vereins zum Thema Astronomie und Raumfahrt. Franz wird sich dazu einmal etwas überlegen und uns dann Bescheid geben.
Demnach der Con immer näher rückt und somit auch das Ende dieses Tagebuches, drucke ich das bisherige Material einmal aus und hefte es zusammen. Ich hätte nicht gedacht, daß sich schon soviel angesammelt hat. Die Seiten werden in ein besseres Layout gebracht und sollen dann an alle interessierten Con-Beteiligten abgegeben werden (für Org's und VIP's gratis, sonst S 20,-).
  24.-25. September 1999
Am Vormittag gebe ich ein Con-Plakat ins Lokal "Kanzleramt", daß sich im Haus der Firma befindet, in der ich arbeite. Kurz vor dem Con wird dort Josi Prokopetz im Beisein des "Seitenblicke"-Teams sein neues Buch präsentieren - wer weiß, vielleicht springt ja das Plakat einmal kurz ins Bild .. :-) Außerdem soll demnächst Reinhard Fendrich ins Lokal kommen, und ich lasse sicherheitshalber einen Info-Folder vom Con für ihn dort.
Am Abend kommt Wolfgang zu mir, und wir knöpfen uns das Programmheft vor - wir sitzen mit kleineren Pausen fast fünf Stunden, ich gehe noch zwei Stunden in die Verlängerung. Wir schaffen fünf Seiten und dringen damit bis Seite 9 (von 32) des Programmheftes vor. Wir bauen Gucky-Zeichnungen ein, die uns Reinhard Habeck exklusiv zur Verfügung gestellt hat und lassen uns von den Spinnereien des PC's und des Druckers nicht aus der Ruhe bringen.
Kurz vor dem Schlafengehen werde ich noch kurz einmal hellwach - im Info-Folder ist die Beginnzeit der Eröffnung falsch angegeben - zweimal die Zeitangabe 10:30 Uhr statt 10:00 Uhr. Na ja, das ist so ein offensichtlicher Fehler, daß man es als Nicht-Betriebsblinder wohl ohnehin gleich merkt. Und zum Schluß vielleicht noch etwas zur Erheiterung - für das Programmheft machen wir natürlich Entwürfe und fertigen Scribbles an ...

Gucky-ScribbleGucky - Das OriginalGucky-ScribbleGucky - Das Original
Originale von Reinhard Habeck, Scribbles verbrochen von Wolfgang und Eric

  26. September 1999
Tatort Science Fiction Börse in Wien: Ein großes Con-Poster im Eingangsbereich, ein Stand mit Info-Material zum Austria Con II, noch ein kleines Con-Poster am Tisch hängend, und ein Mann hinter dem Tisch, der alle Besucher des Standes auf den Austria Con II hinweist und ihnen einen Flyer in die Hand drückt - tja, das war ich. Neben dem Verkauf von Doubletten aus dem Perry Rhodan Universum ist die Werbeaktion ein recht guter Erfolg. Etwa 20 Besucher interessieren sich für unseren P.R.-Con, viele hören zum ersten Mal davon. Sogar ein Reporter vom "Profil" ist da und befragt Wolfgang und mich zum Erben des Universums - in einer der nächsten Ausgaben soll ein Artikel zum Thema Science Fiction erscheinen und vielleicht wird in diesem Beitrag sogar das Titelmotiv des Cons mit dem Stephansdom abgedruckt. Ich schicke jedenfalls gleich einen Farbausdruck an die Agentur sowie den P.R. Band 1876, in dem sich die Einstiegshilfe für Neuleser befindet.
Natürlich gibt es auch eine kleine improvisierte Con-Besprechung auf der Börse. Wolfgang bringt mir das Vorwort für das Programmheft mit, und ich zeige ihm die ausgearbeiteten ersten Seiten desselben. Michael kündigt noch einen Bericht über die Fan-Szene an, und mit Robert M. Christ plaudern wir über die Filmvorführungen, die wir ja jetzt auf Samstag und Sonntag verteilt haben. Auch Hermann Urbanek, ein weiterer Referent beim Con, ist anwesend, und zwar gleich am Stand neben mir.
Hermann unterstützt mich auch beim Beantworten von Fragen, die die Besucher stellen. Die Frage, ob H. G. Francis zum Con kommt, müssen wir leider mit Nein beantworten, bei der Frage, wer denn Hubert Haensel sei, müssen wir erst einmal kräftig schlucken. Aber ich denke, daß wir sicher einige der heutigen Besucher auch beim Con wieder sehen werden!
  27. September 1999
Heute bekomme ich in der Firma Fotos von Stellwänden, die wir eventuell haben könnten. Ich telefoniere dazu noch mit Wolfgang, der auch etwas in Aussicht hat. Außerdem probiere ich schon wieder erfolglos, wegen einem Sponsoring der Ansteckschilder die zuständige Dame eines Lieferanten zu erreichen. Ich fürchte, wir werden die Schilder doch kaufen müssen.
In einer Bank Austria besorge ich mir nochmals die Skip CD-ROM, auf der ein Hinweis auf den Con enthalten sein soll - ich finde beim besten Willen nichts!
Daniela hat inzwischen offenbar wieder eine e-mail-Aussendung gemacht. Der Leipziger Stammtisch bedankt sich für die Einladung, kann aber leider nicht kommen. Allerdings werden wir eine Einschaltung auf deren Homepage bekommen. In meinem e-mail-Postkasten finde ich ein Mail von Hubert Haensel. Ich habe vor kurzer Zeit einen Comic-Strip geschickt und ihn grüßen lassen, und er schreibt zurück, daß er sich schon auf den Con und uns freut.
  30. September 1999
Nach der Arbeit schaue ich kurz bei Comic Steiner rein. Dort herrscht eine rege Nachfrage nach den Flyern, und ich lasse meinen ganzen eingesteckten Vorrat im Geschäft. Dafür bekomme ich gleich die Werbeeinschaltung für das Programmheft mit. Danach gehe ich auf die Erste-Bank und frage bei der Gelegenheit gleich nach, ob ich nicht eines der großen Plakate aufhängen könne - schließlich wird der Con ja von Eurocard gesponsert. Geht okay, nächsten Freitag werde ich eines mitnehmen.
  1. Oktober 1999
Ein sehr turbulenter Abend, der uns aber wieder ein kleines Stückchen weiter bringt. Heute sind auch mehrere Gäste vom SF-Stammtisch Wien vertreten, die am Con mitwirken oder ganz einfach daran interessiert sind. Mit Robert Christ besprechen wir nochmals Details zu seiner geplanten Filmvorführung - welche Filme werden gezeigt, wo steht der Projektor, wie sollte verdunkelt werden usw. Bernhard Schaffer stellt uns einige seiner Zeichnungen für das Con-Package zur Verfügung, über dessen weiteren Inhalt wir dann auch noch diskutieren. Vor allem brauchen wir dringend Material aus Rastatt, weil schön langsam wird die Zeit knapp, denn bis wir das alles eingesackt haben ...
Wenigstens ist das Problem der Stellwände gelöst - Milan hat welche aufgetrieben (über die näheren Umstände soll hier diskret geschwiegen werden), Thomas wird sie am Donnerstag vor dem Con mit einem Kastenwagen transportieren.
Heute ist endlich einmal Harald Havas gekommen, unser "Medienmann". Er wird den Con in einigen Zeitungen plazieren, außerdem können wir ihn für einen Vortrag gewinnen - "Pucky, Khrest & Co - Amüsantes und Aktuelles zu Übersetzungsproblemen und der amerikanischen Perry Rhodan Edition". Dazu auch einen Experten aus Amerika einzufliegen, wäre zwar reizvoll, übersteigt aber unser Budget um ein Vielfaches.
Und ein weiterer Veranstaltungsort ist gestorben - nein, nein, keine Angst, nur das Schweizerhaus, aber trotzdem müssen wir jetzt für Sonntag Mittag ein neues Lokal suchen. Aber es folgt gleich noch ein weiterer Schock, nämlich die Anzeige für den Austria Con II in der Zeitschrift Mailer, die Roman druckfrisch mithat - "Leo Lukas plaudert über die Zukunft der SF-Szene. Dazu ein R.R.-Sammelkarten WM-Turnier". Fast mit einem Tiefschlag zu vergleichen.
Meine aktuellen Programm-Folder sind da informativer und gehen wieder einmal weg wie die warmen Semmeln. Je später der Abend wird, umso intensiver werden die Gespräche, bis schließlich nur mehr die konkreten Con-Organisatoren da sind und sich um einen kleineren Tisch versammeln.
Karl Heinz wird sich nochmals um die Geleitworte von Bundesminister Schlögl kümmern, der aber momentan natürlich andere (Wahl-) Sorgen haben dürfte. Daniela, Roman und Wolfgang werden die Moderation übernehmen. An der Kassa werden wohl oder übel alle einmal sitzen müssen, über den Posten eines "Bildbewachers" ist noch nichts entschieden.
Ich selbst notiere mir fünf Telefonate auf - 1. Michael (Info), 2. Franz Ehart (Vortrag), 3. Michael R. (PRSKS), 4. Andreas Findig (Sänger?), 5. Kraus (Farbkopien). Dann habe ich die Adresse eines Copy-Shops mit, wo man relativ günstig bedruckte T-Shirts machen lassen kann. Wir überlegen, diese als Erkennungszeichen auf dem Con zu tragen und eventuell an Fans zu verkaufen.
Reinhard Rauscher aus Deutschland dürfte zur Zeit nicht erreichbar sein, zumindest telefonisch. Mal sehen, ob er kommt. Wer vielleicht kommen wird, ist Axel Melhart, jedenfalls werden wir ihn einladen. Dann stellen wir die VIP- und Freikarten zusammen und grübeln, was wir als Opener beim Con einsetzen werden (wahrscheinlich Dias mit Musik). Ernst Vlcek müssen wir noch kontaktieren, damit wir für seinen Vortrag eine andere Lösung als die mit dem Aufsichtgerät finden, vielleicht Folien und einen Overheadprojektor. Auch Pfeile für die Markierungen im Gebäude muß jemand machen.
Ab jetzt finden die Con-Besprechungen wöchentlich statt - der Countdown läuft - X minus 29.
  2. Oktober 1999
Telefonat 1/5: Franz Ehart jun - Zwar ist der Spezialist für Raumfahrt zum Con auf Urlaub, aber Franz hat selbst auch einige interessante Vorträge im Repertoire. Wir fixieren am Sonntag etwa eine halbe Stunde, am Montag werde ich per Fax ein Konzept erhalten. Natürlich bekommt die ÖARV auch einen Stand zur Präsentation am Con.
Nach der Enttäuschung im "Action" ist der Veranstaltungshinweis im "Star Observer", den ich heute erstehe, eine wahre Wohltat - klar, informativ und sogar mit einem kleinen Bildchen versehen.
  3. Oktober 1999
Telefonat 2/5: Michael - Ich informiere ihn über den aktuellen Stand der Con-Besprechung und offene Dinge (Vortrag von Ernst, Rauscher, Con-Package, Daten und Bilder der Gäste). Außerdem trete ich ihm das Telefonat 3/5 ab: Andreas Findig (Sänger?)
  6. Oktober 1999
Nocheimal Telefonat mit Michael Marcus - er hat endlich Reinhard Rauscher erreichen können, und der wird mit 80 Kartons einschlägigem Material kommen. Außerdem hat 2M ein Episkop für Ernst Vlcek aufgetrieben, das wir für einen Tag anmieten werden. Abends ruft mich Karl Heinz an, der wieder einmal Kontoauszüge von der Bank geholt hat. Es sind bereits mehrere Zahlungen eingegangen. Und weil ich gerade das ausgedruckte Mail in der Hand habe - Ansgar Wolter hat sich angemeldet - hallo Ansgar!
  7. Oktober 1999
Flyer habe ich zwar in den Trafiken noch keine verteilt (sorry, komme einfach nicht dazu), aber dafür bei diversen Gelegenheiten schon mehrere verschickt und verteilt. Aber vor dem Con werde ich schon noch einiges schaffen.
Am Nachmittag telefoniere ich mit Roman. Der Club Bank Austria wird ab morgen unter http://www.timeout.at Infos über den Con ins Internet stellen. Roman hat sich den Beitrag dankenswerter Weise vorher durchgelesen und versichert, daß er nicht so schlimm ist wie der im "Action". Übrigens - der Countdown läuft - X minus 23!
  8. Oktober 1999
Dani's Liste! Die Grundlage für die heutige Con-Besprechung liefert Daniela mit einem Arbeitspapier, daß keine Fragen offenläßt. Roman, Wolfgang, Thomas, Michael M., Michael R. und ich quälen uns mit den Antworten herum. Es geht unter anderem um den Ablauf der Veranstaltung, den Inhalt der Con-Sackerl und die Preise für das Quiz. Rainer Nagel hat einen Brief geschrieben, daß er kommen möchte, Unsicherheit besteht jedoch noch, wieviele Teilnehmer tatsächlich spielen werden, da wir fast keine Anmeldungen dazu haben. Dann stellen wir eine Liste der Ehrengäste und Händler (aktuelle Anmeldung: Wolfgang Siska) zusammen, die mittlerweile schon recht umfangreich ist.
Wolfgang hat ein Schreiben mit, daß der "Förderverein Perry Rhodan - Stammtisch Wien" am 5. Oktober akzeptiert und abgesegnet wurde. Zwar weiß keiner mehr, wozu wir den jetzt noch brauchen, aber den Versuch war es wert.
Leo Lukas wird sowohl die Altspatzen- als auch die Jungspatzenrunde moderieren. Roman hat sich auch schon einiges überlegt und trägt uns gleich live einige Auszüge seiner Moderation vor.
Daß wir für die Veranstaltung ein Leibchen mit dem Con-Motiv machen wollen, darüber sind sich mittlerweile alle einig, hinsichtlich Stückzahl, Motivvarianten, Größe, Material, etc. herrscht noch eine gewisse Uneinigkeit - kurz gesagt, jeder will etwas anderes. Für Sonntag Vormittag denken wir einen genialen Programmpunkt an, der zur Zeit unter dem Arbeitstitel "Katerfrühstück" läuft und in der Runde für Lachkrämpfe gesorgt hat, vielleicht wird es ja was. Außerdem wird das große Geheimnis um Ernst Vlceks Vortrag gelüftet, da er Michael ein Konzept geschickt hat. Neben Reinhard Habeck werden wahrscheinlich auch noch Michael Wittmann und Miklis einige Bilder ausstellen.
  10. Oktober 1999
Wolfgang hat bereits Material für die Lebensläufe zusammengestellt und einige Fotos angefordert, die wir ins Programmheft geben wollen. Die Daten von Robert M. Christ werde ich persönlich besorgen, da wir draufgekommen sind, daß wir nur eine Gasse auseinander wohnen. Außerdem hat ein weiterer Händler sein Kommen angekündigt.
  11. Oktober 1999
Telefonat 4/5: Die Farbkopien für das Programmheft sind gesichert, allerdings müssen wir noch diese Woche die Vorlage liefern - puhh! Franz Ehart meldet sich wegen des Vortrages, soweit ist alles klar. Allerdings benötigt er einen Overhead-Projektor, da müssen wir noch sehen, ob einer vorhanden ist.
  12. Oktober 1999
Heute vormittags .. ähem .. gehe ich es einmal ernsthaft an mit der Planung für das Plakteverteilen an die Trafiken. Ich kopiere mir Detailpläne der Bezirke und zeichne die Standorte sowie eine Route ein. Im vierten Bezirk kann man fast alle Trafiken mit einem Fußmarsch abklappern, im fünften Bezirk ist es etwas problematischer. Mal sehen. Nachmittags ruft Michael an - er hat einen Termin für das Kolpinghaus nächsten Freitag um 17:30 Uhr vereinbart, eventuell ist auch der Haustechniker da. Außerdem hat er das Telefonat 3/5 erledigt: Die musikalische Einlage am Samstag Abend ist gesichert und wird sicher ein Gag. Vielleicht wird auch Robert Ernstig beim Con vorbeischauen. Nach der Arbeit schaffe ich tatsächlich einen Großteil der Trafiken und klebe und verteile die Con-Infos. Es war zwar eine Niete dabei, aber ich hatte ohnehin ein Plakat zuwenig mit. Außerdem bestelle ich einmal ein Musterexemplar des bedruckten T-Shirts, von dem wir 20 Stück machen lassen wollen.
  13. Oktober 1999
Michael bekommt zur Zeit jeden Tag mehrere Telefonate und informiert mich über den aktuellen Stand: Ein Fan hat vor vielen Jahren riesige Raumschiffmodelle von der SOL und der MARCO POLO gebastelt, die wir auf jeden Fall ausstellen wollen. Ein anderer Fan hat über 3.000 P.R.-Romane zum Verkaufen und wird sich einen Händlertisch nehmen. Von der ARGE Festak kommt Dieter Schroeder-Wrobel und wird unter anderem selbstgebrannten Vurguzz mitnehmen.
Abends kommt Wolfgang zu mir, und wir stürzen uns wieder in die Zusammenstellung des Programmheftes. Er hat einige Daten und Fotos mit, die wir gleich einbauen. Dann gestalten wir noch das Back-Cover und sichten die Inserate, die wir von eigen Händlern schon bekommen haben. Jedenfalls wurde es eine kurze Nacht. Ach ja, noch einige Sätze, die wir nicht mehr hören können: "Du machst das schon." und "Da braucht man ja nur ..."
  14. Oktober 1999
Bereits am Morgen rufe ich Michael R. an, um ihn zu bitten, etwas über das PRSKS für das Programmheft zu schreiben. Michael wird diese Bitte an Rainer Nagel weitergeben, damit wir gleich von der "zuständigen Stelle" einen Beitrag bekommen. Michael hat sich auch noch nach Teilnehmern für das PRSKS erkundigt und einige aufgestöbert. Außerdem melden sich die Spieler erfahrungsgemäß sehr spät an, was mir auch Bernd Hubich bestätigt hat.
Dann kläre ich noch die Umstände für den Druck der Farbumschlagseiten der Programmhefte ab - welche Papierstärke, wieviele Stück, wie kommt das Muster von Ort A nach B, etc.?
Abends hole ich das Musterexemplar des bedruckten T-Shirts ab - schaut super aus, nur die Farben passen noch nicht ganz. Dann schaue ich noch kurz bei Robert M. Christ vorbei und nehme einige Unterlagen mit, die wir für das Programmheft brauchen.
  15. Oktober 1999
Punkt acht Uhr packe ich das Muster der Titelseite des Programmes in einen festen Kartonumschlag und schicke es an Walter K. zum Kopieren. Die Unterlage muß nämlich bis Montag dort sein, weil das Kopiergerät dann woanders hinkommt. Kurz telefoniere ich mit Franz Ehart, um Daten über ihn anzufordern.
Um 17:30 bin ich beim Kolpinghaus, auch einen Parkschein fülle ich diesmal aus - gebranntes Kind scheut die Strafe. Gemeinsam mit Wolfgang, Michael M., Thomas und Daniela besichtigen wir den Saal und lernen endlich den wirklich zuständigen Mann für alles kennen. Wir vermessen Tische (80x80 und 80x160; da wurden gleich drei Maßbänder gleichzeitig gezückt!), entdecken eine Leinwand hinter der Bühne, erfahren, daß der CD-Player der Musikanlage kaputt ist (das Kassettendeck geht aber) und sehen, daß man die Lichtkuppel nicht verdunkeln kann. Dafür können wir bereits am Freitag den ganzen Tag in den Saal hinein, und das ist natürlich eine tolle Sache. Die kleinen Räume im Obergeschoß sind zwar mit Material vollgeräumt und nicht nutzbar, aber der große Vorraum samt Galerie reicht an sich für unsere Zwecke. Anschließend fahren wir weiter ins Flut und Ebbe, wo dann noch Roman, Archie, Michael Wittmann, Michael R. und Bernhard Schaffer zu uns stoßen. In einer knappen Stunde haben wir bereits die wesentlichen Dinge besprochen - ein gutes Zeichen, daß schon das meiste erledigt ist oder ...? Auch das Internet-Inserat der Bank Austria ist bereits online, Michael hat einen Ausdruck mit. Daniela präsentiert den fertigen Fragebogen für das Quiz, ich sitze mit dem Muster des "Con-Leiberls" am Tisch und halte meine Brust auf Dauerschwellung, damit es besser zur Geltung kommt. Auch die Musikeinlage am Samstag ist gesichert - Tom Lackner wird drei Lieder singen, unter anderem ein Lied der "Extremschrammeln" über einen Wiener, der einen Außerirdischen trifft.
  16. Oktober 1999
Abends geht es wieder mit der Gestaltung des Programmheftes weiter. Wolfgang kommt wie üblich um halbacht und wir machen durch bis Mitternacht, mit zweistündiger Verlängerung meinerseits. Wir machen die Darstellung der Ehrengäste und Referenten soweit fertig, stellen jedoch fest, daß da noch einiges an Material fehlt. Bei den Bildern werden Pixel gezählt, Verkleinerungs- und Vergrößerungsfaktoren hochgerechnet und Qualitätsverbesserungen vorgenommen. Doch nicht genug, durften wir uns bei einigen Inseraten auch noch als Werbegraphiker betätigen. Leute, wenn ihr wüßtet, welch' eine Sch***hack'n das ist! Und ein Wort, das ich fortan weder in meinem Wortschatz führen noch hören möchte, will ich hier noch ein letztes Mal erwähnen: NUR!
Für die Stammtischpräsentation bastle ich aus mehreren Bildern eine kleine Collage zusammen. Mühsam hoch Drei, aber es macht wenigstens Spaß. Zwei Bilder habe ich übrigens retuschiert (um nicht zu sagen "gefälscht"), bin ja neugierig, ob das jemandem auffällt!
  17. Oktober 1999
Sonntag, ein Tag der Muße, des Nichtstuns und des Entspannens. Ja, normalerweise wäre das so, aber nicht, wenn der Con vor der Türe steht! Alle fünf Minuten läutet das Telefon, während ich am PC sitze und schon das große Flimmern vor Augen habe (aber nach 10 Stunden ist das eigentlich nicht verwunderlich). Es werden diverse Dinge abgeklärt, Infos ausgetauscht oder Ratschläge eingeholt. Die Daten von Leo Lukas finde ich auf seiner Homepage, die mir Michael durchgegeben hat. Das Inserat des Star Oberservers finde ich auf der CD-ROM, die wir extra dazu bekommen haben - sollte man meinen, aber auf einer absolut leeren CD-ROM kann einfach nix sein! Schnell ein Mail losgeschickt und neu angefordert. Für die Werbeeinschaltungen von Erstecard und Bank Austria rufe ich ebenfalls deren Homepages auf und hole mir einige Informationen raus, die ich dann nach Gutdünken in die Anzeige hineinpacke. Immerhin wird so das Programmheft zum Großteil fertig, wenn auch noch einige Seiten fehlen.
  18. Oktober 1999
Nach einer kurzen Nacht und einem demnach anstrengenden Tag in der Firma bastle ich das erste provisorische Programmheft zusammen! Ich kann mir nicht helfen, aber das schaut nicht schlecht aus, wenn nur nicht die vielen weißen Flecken noch drinnen wären. Bis Ende der Woche muß alles stehen, ich bin ja gespannt. Dann bekomme ich einen erfreulichen Anruf - die farbigen Umschlagseiten sind bereits fertig!
Abends schaue ich nochmals bei Robert vorbei, um das vergessene Foto abzuholen und nehme auch gleich ein Bild von Alfred Vejchar mit. Auch die Daten von Franz Ehart bekomme ich per e-mail, und die Sache mit der CD-ROM klärt sich auf: Apple-Format - damit fängt mein PC leider nichts an.
Der Rückruf von Hermann ist noch immer nicht gekommen, schön langsam wird es knapp, auch das Mail von Harald Havas ist ausständig. Schön langsam fange ich mit den Fingernägeln auf der Tischplatte zu kratzen an. X minus 12!
Dann telefoniere ich mit Wolfgang - die Eintrittskarten sind auch noch offen, wir klären einiges dazu ab. Vor dem Schlafengehen drucke ich noch das Con-Motiv für die Leiberl aus, es ist mir gelungen, Perrys Gesicht etwas zu "entröten".
  19. Oktober 1999
In der Mittagspause gehe ich ins Copy-Shop, um die Leiberl zu bestellen - 20 Stück in mehreren Größen. Der Star-Observer wird ein neues Inserat per e-mail schicken. Außerdem wird es jetzt keinen Stand geben, sondern wir bekommen 150 Magazine für das Con-Sackerl. Ansonst sitze ich in jeder freien Minute beim PC und arbeite am NOW! und am Con-Programm weiter. Abends führe ich ein längeres Gespräch mit Hermann Urbanek und lasse mir von ihm einige Daten für die Beschreibung der Ehrengäste (inklusive ihm selbst) durchgeben.
  20. Oktober 1999
Heute gehe ich früher von der Firma heim, um noch einiges weiterzubringen (in erster Linie allerdings beim NOW! - äh, sorry, muß auch sein). Unter anderem schreibe ich einen Artikel über "Out-takes" und Hoppalas bei den Convorbereitungen. Zuvor finde ich jedoch noch einen großen Sack vor, in dem sich gute 200 Umschlagseiten für das Programmheft stapeln, die Walter heute vorbeigebracht hat. Etwas später führe ich das tägliche Telefonat mit Michael und höre, daß Andreas Findig auch am Sonntag aus dem Gucky Kinderbuch etwas vorlesen wird.
  21. Oktober 1999
Immer wieder schaue ich mir den Entwurf des Programmheftes durch und bekomme ein paar graue Haare mehr, wenn ich die weißen Stellen sehe. Außerdem finde ich immer wieder Fehler oder Fragezeichen im Text. Von Roman höre ich, daß wir von einem Bäcker eine Torte mit einem Perry Rhodan Kopf aus Zuckerguß darauf bekommen, weiters hat er Pokale für die Quizteilnehmer besorgt. Reinhard Habeck wird ein Bild mit einer Originalunterschrift von Clark Darlton zur Verfügung stellen, und ... schön langsam frage ich mich, warum ich auf diesem Con nicht auch als Gast anwesend bin und all die schönen Geschenke bekommen kann ... ;-) Mit Michael R. telefoniere ich wegen dem Beitrag von Rainer Nagel zum Sammelkartenspiel, den notfalls Michael selbst schreiben wird, falls wir nicht rechtzeitig was bekommen. Michael M. hat jedenfalls schon ein Zimmer für den "Kartenmann" reserviert.
Auf dem Nachhauseweg nehme ich mir den 17. Bezirk zum Verteilen von Con-Material vor und hätte es beinahe geschafft, zwei Drittel davon abzudecken, wenn nicht wieder eine Niete dabeigewesen wäre. Abends aktualisiere ich seit längerer Zeit wieder einmal die Internetseiten zum Con.
  23.-24. Oktober 1999
Und wieder sitze ich den ganzen Tag und die halbe Nacht mit eckigen Augen am PC und bastle hauptsächlich am Layout herum. Da paßt der Umbruch nicht, da ist der Text um einen Satz zu kurz, auf der einen Seite bleibt zu viel freier Platz, und ich scanne noch schnell ein Bild aus den "New Worlds" ein, um es einzufügen. Auch der Stammtischflyer ist noch zu scannen, aber die Qualität wird mies - neue Linien ziehen, Pixel um Pixel retuschieren und einfärben, schärfen, ausgleichen, heller machen, verkleinern, nochmals schärfen, usw. usw.
Von Michael bekomme ich die Ergänzung zum SF-Fandom in Österreich. Der Text ist länger, als gedacht, und ich muß die Beiträge komplett umgruppieren. Um die PRFZ unterzubringen, mache ich schließlich das WeltCon-Bild kleiner und tausche die Star Observer Anzeige mit dem Artikel über das PRSKS, den ich eigentlich noch gar nicht habe, aus und ... ich kann mir nicht helfen, aber schön langsam verliere ich den Überblick. Immerhin kenne ich das Programmheft jetzt so gut wie auswendig, aber bei jedem Durchlesen fallen mir trotzdem neue Tipp- oder Schreibfehler auf, und Claudias gestrenges Auge findet danach noch immer was.
Abends unterbreche die Arbeiten kurz, um etwas bei einer Geburtstagsparty auszuspannen, doch da wartet bereits Christian, den wir für die fotografische Dokumentation des Cons angeheuert haben, mit einer kleinen Hiobsbotschaft auf mich - seine beste Kamera hat den Geist aufgegeben! Er wird jedenfalls versuchen, eine halbwegs gleichwertige Kamera aufzutreiben. Außerdem bekommt er von mir noch eine Diskette mit Bildern der Ehrengäste und Einsatzinstruktionen.
  24. Oktober 1999
Vormittags ruft mich Thomas an. Er hat schon die Hüllen für die Namensschilder bestellt, und Milan wird er wegen der Abholung der Stellwände kontaktieren.
Nach dem Mittagessen fahre ich die neue Ausgabe von "NOW!" kopieren, die ja rechtzeitig zum Con erscheinen soll. Dabei kopiere ich auch zwei Musterexemplare des Programmheftes. Mir fällt dabei vor allem auf, daß die Fotos recht dunkel werden, und deshalb helle ich die meisten davon daheim am PC noch auf und füge sie neu ein. Auch die Umschlagseite für dieses Con-Tagebuch kopiere ich gleich mit.
Abends rufe ich Karl Heinz an. Mit den Geleitworten schaut es schlecht aus, Minister Schlögl hat bisher nichts geschickt. Immerhin bringt mir Karl Heinz morgen ein Foto des Bundesministers und seine Unterschrift vorbei, und den Rest müssen wir uns wohl aus den Fingern saugen. Auch Harald Havas hat noch nichts geschickt, schlimmstenfalls muß Wolfgang, der ihn kennt, ein paar Zeilen zusammenschreiben. Den Artikel zum PRSKS von Michael R. hole ich noch um Mitternacht aus meinem elektronischen Briefkasten und verarbeite ihn gleich weiter.
  25. Oktober 1999
Je näher der Con rückt, desto häufiger werden die Zusammentreffen der Veranstalter, sei es telefonisch oder physisch. "Austria Con II - the gathering". Mit Wolfgang mache ich mir für morgen einen Termin aus, um das Programmheft zu kopieren. Michael bietet sich an, dabei zu helfen - da werden wir vielleicht darauf zurückkommen. Außerdem müssen wir noch die Gimmicks für die ersten dreißig Voranmelder vorbereiten! Charly meldet sich und erzählt, daß er bereits acht Krawatten mit dem Motiv von Band 1 fertig hat - for VIP's only! Auch Christian ruft an. Er kann die Datei mit den Bildern der Ehrengäste nicht öffnen, dafür hat er bereits eine andere Kamera organisiert. Michael erkundigt sich, ob sein Mail mit dem Beitrag zum PRSKS angekommen ist ...
Der Nächste bitte ...!
Auf dem Heimweg - Con-Leiberl abholen nicht vergessen!
Abends kommt Karl Heinz vorbei und bringt die versprochenen Unterlagen, die ich gleich weiterverarbeite. Und - oh Gott - die Eintrittskarten sind noch offen. Die Dinger müssen noch fertig gestaltet und ausgedruckt und dann kopiert werden. Und mein Farbdrucker ist im gelben Bereich! Zum Glück habe ich mir schon vor einem Monat vorsorglich eine Ersatzpatrone gekauft - weise Voraussicht, sonst wäre ich jetzt etwas ausgerastet, da man diese Farbpatronen meist gar nicht so einfach (und vor allem nicht so schnell) bekommt ...
  26. Oktober 1999
Während andere am Nationalfeiertag ein Museum oder die Veranstaltung am Heldenplatz besuchen oder einfach nur ins Grüne hinausfahren und die fallenden Herbstblätter beobachten, stehen wir beim Kopiergerät und schauen dem Auswurf der Programmheftblätter zu. Wolfgang falzt fast 2.000 Blätter im Alleingang, während ich versuche, die Kopievorlagen richtig einzujustieren und dann im Anschluß 400 Klammern drücke. Als wir endlich fertig sind, ist es fast Mitternacht und wir haben über zwölf Stunden non-stop gearbeitet. Letztendlich schleppen wir über zehn Kilo bedrucktes Papier nach Hause.
  27. Oktober 1999
Heute am Abend findet noch einmal eine Con-Besprechung statt. Es ist schon allen das Lampfenfieber anzumerken. Das letzte Treffen, bevor es ernst wird. Der letzte Infomationsaustausch vor dem Tag X. Ein letzter Schweißausbruch angesichts der vielen Dinge, die noch zu erledigen sind. Aber irgendwie werden wir das schon schaffen.
  29. Oktober 1999
Con-Vorabend. Bereits in aller Früh gehen die Vorbereitungsarbeiten los. Saal einrichten, Geräte aufbauen, Gäste abholen, Bilder aufhängen, Sound-Check machen, Stände herrichten - eigentlich habe ich gar keine Zeit, jetzt mehr darüber zu schreiben ...
Abends findet das große Treffen des Perry Rhodan Stammtisches Wien mit mit der Science Fiction Gruppe Wien und allen bereits anwesenden Ehrengästen und Referenten und sonstigen interessierten (Grazer) Fans im Lokal "Centimeter" statt. Selbst schuld, wer nicht dabei ist!
  30. Oktober 1999
Tag X! Um sieben Uhr ist Tagwache. Die Stadt ist noch wie ausgestorben um diese Zeit, auch das Con-Gebäude umgibt eine trügerische Stille. Die Ruhe vor dem Sturm! Bloß ein paar wahnsinnige Perry Rhodan Fans hetzen in der Gegend herum. Während ich mit etwas Wehmut die letzten Zeilen über die Con-Vorbereitungen zu Papier bringe, überlege ich mir bereits die ersten Zeilen für die Con-Nachlese, die da beginnen soll: "Erschöpft, aber zufrieden ..." In diesem Sinne wünsche ich allen viel Spaß und lege nach fast einem Jahr die Feder zur Seite, um mich endlich in das finale Getümmel zu stürzen.
Wir sehen uns!

 

... Fortsetzung folgt?!
TEIL I
Tagebuch 1998
  TEIL II
Tagebuch
1-3/1999
  TEIL III
Tagebuch
4-8/1999

 

 

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