Ich möchte dir nun einige Dinge anvertrauen, die ich in den tiefsten Speicherregionen meines PC's verbergen muß, obwohl manche behaupten, es gäbe Virusprogramme, die solche intimen Aufzeichnungen ganz einfach mitten auf Webseiten im Internet stellen, so daß alle User darauf zugreifen und es lesen können - ein unvorstellbarer, erschreckender Gedanke. Im Vertrauen darauf, daß dieser Krisenfall - ich nenne ihn einfach mal "Distress" - nie eintreten wird, erzähle ich dir all jene Geschichten, über die man sonst lieber den Mantel des Schweigens ausbreiten sollte.

 

1. Jänner 1999
Das erste Mail im Neuen Jahr kommt von Heinz aus Graz. Er lobt das Tagebuch (Moment! Wie kann er etwas loben, das ich ja still und heimlich in einer versteckten Datei auf meinem PC schreibe? Ob das mit diesen Virusprogrammen vielleicht stimmt?) und gibt ein paar Tips aus seinen Erfahrungen mit der Organisation des Austria Con I in Gleinstätten. Wesentlich erscheint mir folgende Aussage, über die wir uns auch gerade klar werden: "Im Plenum kannst Du bestimmte Dinge nicht klären oder gar entscheiden." Hier ist es vornöten, ein kleines Team zu haben, das den anderen Fragen vorlegt und Ergebnisse präsentiert. Das Finanzielle ist in Graz ebenfalls gut gelaufen, auch ohne Verein.

 

2. Jänner 1999
Ich teste heute das Tagebuch online und merke, daß zumindest auf meinem PC die Ladezeiten der Seite ein bißchen dauern. Ich überlege deshalb, das Tagebuch dreizuteilen: 1. Con-Tagebuch '98; 2. Con-Tagebuch '99; 3. Tagebuch - die letzten drei Eintragungen. Ich denke, das werde ich mit dem neuen Stammtischbericht ins Netz stellen.

 

4. Jänner 1999
In einem Telefonat mit Karl Heinz meint dieser, daß man die Finanzierung und die Kontoführung auch ohne den mühsamen Umweg über einen Verein hinbekommen müßte. Außerdem dürfe man die ganze Sache nicht zu sehr komplizieren. Am Freitag wird es dazu wohl noch einige Diskussionen geben.
Bei einem Blick ins Internet bemerke ich auf der Perry Rhodan Homepage, daß der "Austria Con II" als geplante Veranstaltung offensichtlich wieder herausgenommen wurde. Ein böses Omen? ;-)

 

5. Jänner 1999
Heinz aus Graz teilt mit, daß er am Freitag zum Stammtisch kommen wird. Vielleicht kann er uns da ein paar Tips zur Kontoabwicklung und zu Organisationsschwierigkeiten geben. So, wie es momentan aussieht, werden wir keine Probleme damit haben, daß zu wenig Leute was für den Con tun wollen, sondern daß man überhaupt alle beschäftigen kann, die sich dafür interessieren und ihnen eigenständige Aufgabengebiete zuweist, in denen sie sich dann austoben können (und hoffentlich dann zum Con nicht außer Puste sind und schlapp machen ;-)
Daniela bastelt ebenfalls gerade an Entwürfen für Plakate und dergleichen (die muß genauso ein Masochist sein wie ich - warte nur, wenn Du sie das erste Mal herzeigst ...eg!). Ich werde meine jedenfalls am Freitag mitnehmen, und wenn dann nichts dabei ist, werfe ich das Handtuch, weil ich brauche auch meinen Schönheitsschlaf. Außerdem muß ich noch 10 Perry Rhodan Romane nachlesen.

 

7. Jänner 1999
Heute hole ich die Fotos, die ich letztens vom mutmaßlichen :-) Veranstaltungsort gemacht habe, gerade noch rechtzeitig, um sie beim morgigen Stammtisch mitzunehmen. Sie sind nicht besonders gut geworden, aber es reicht, um sich etwas vorzustellen. An dieser Stelle gibt es natürlich nur ein Foto vom Saaleingang und nicht vom Saal selbst, schließlich will man ja den Gästen nicht schon jetzt alles verraten!

Die Feststiege
Die ersten beiden Con-Besucher, die auf den
Einlaß warten ... ;-)

 

8. Jänner 1999
"Con-Besprechung im Rahmen des Stammtischabends", so könnte eine der Definitionen für "Kreatives Chaos" lauten - oder umgekehrt. Diesmal kommen insgesamt 18 Besucher, und alle sind an der Veranstaltung des Cons äußerst interessiert. Das ergibt teilweise ein wirres Durcheinander an Wortfetzen, Rufen, bösen Blicken, Lachern, Maßregelungen, Gesten ... nein, Beschimpfungen gibt es keine, und wenn, dann sind sie nur liebenswürdig gemeint ;-) Jedenfalls kann man feststellen, daß es sehr schwierig ist, so viele Meinungen unter einen Hut zu bringen, und statt den kleinsten gemeinsamen Nenner zu suchen, finden wir das größte gemeinsame Vielfache - immerhin ein Anfang.
Heimo und Charly, unsere zuständigen Leute für den Veranstaltungsort, werden zunächst einmal mit Fragen belagert. Es sind zwar noch einige formelle Dinge zu klären, aber der große Saal im Rathaus ist uns sicher, und wenn absehbar wird, daß viele Besucher kommen, steht auch noch der kleinere Nebensaal zur Verfügung. Auch das leibliche Wohl ist in Form eines Buffets gesichert, und vielleicht gibt es sogar noch einen Cocktail mit dem Bürgermeister. Dieser ist natürlich auch unsere Wunschperson für den Ehrenschutz, und er wird sich diesen Part hoffentlich mit einem gewissen Minister teilen, den Karl Heinz gegen Ende des Monats treffen und darauf ansprechen wird.
Andreas Findig, Michael Wittmann und Leo Lukas, die heute nicht nur als Stammtischbesucher, sondern auch als vorgesehene Ehrengäste für den Con kommen, erhalten spontanen "Auftrittsapplaus". Das Trio wird einen der Programmpunkte bestreiten, und da kann man sich bei einem Schreiber, einem Zeichner und einem Kabarettisten, die allesamt aus der Perry Rhodan Profiszene kommen, schon einiges erwarten, und vielleicht macht ja Michael Marcus auch mit :-) Die ersten Ideen und Ansätze dazu hören sich gut an, und ich glaube, da wird wirklich ein qualitativ hochwertiges und auch originelles Programm auf die Beine gestellt - wenn da nur nicht die lästige Organisation wäre!
Auch Daniela erhält klopfende Beifallsbezeugung. Sie hat sich offenbar eine Woche Urlaub genommen und unter anderem alle Wiener Trafiken angerufen und ausfindig gemacht, wo Perry Rhodan Romane verkauft werden. Das ist eine Liste, die über zwei A4-Seiten geht. Außerdem hat sie Adressen von Geschäften gesammelt, bei denen man Merchandising-Produkte, wie Buttons, Leiberl oder Aufkleber bekommen kann. Wolfgang und Erich haben sich wegen der Herstellung von Plastik- oder Papiersackerl mit Aufdruck informiert, doch hier ist das Problem ähnlich gelagert wie bei den anderen Produkten - in kleiner Auflage sind diese Artikel extrem teuer und würden gleich einen beträchtlichen Teil des ohnehin kleinen Budgets wegfressen. Außerdem muß man hier auch darauf achten, kein Copyright oder sonstige Rechte zu verletzen."Sponsoring" heißt das Zauberwort, und hier sind die Aussichten nicht schlecht. Karl Heinz hat mit einer großen Firma verhandelt, die mehrere tausend Schilling für diese Veranstaltung springen lassen würde, und damit könnte man idealerweise noch den Veranstaltungssaal am Sonntag für einige Stunden finanzieren. Charly ist sich jedoch nicht sicher, ob der angebotene Betrag für diese doch sehr kostspieligen Räumlichkeiten samt Personal mit 100%-igem Überstundenzuschlag reichen wird. Man wird sehen.
Einer der ersten gröberen Diskussionspunkte ist dann eine Sache, die im jetzigen Stadium der Planung eigentlich noch gar nicht diesen Stellenwert verdient hätte - die Gestaltung bzw. das Aussehen der Ankündigungsplakate und der Programmtitelseite. Daniela legt hier einige Entwürfe vor, und auch ich hole meine zum wiederholten Male überarbeiteten Konzepte heraus. Diesmal scheinen sie besser anzukommen als bisher. Bloß Daniela meint, die Entwürfe würden wegen des Stephansdomes am Bild eine klerikale Veranstaltung ankündigen, und auch der Kugelraumer darüber gefällt ihr nicht (Pfui, Daniela. Aber immerhin hast Du dafür gesorgt, daß mein Running Gag nicht zum Stillstand kommt ...:-). Ihre Bilder gefallen mir hingegen, das eingescannte Rathaus und die einfache und klare Montage der Bildelemente sind sicher gut geeignet für ein Ankündigungsplakat, worauf man sich dann auch einigt. Mein Bild, das in erster Linie als Programmtitelseite gedacht war, wird auch als solche einmal vorgesehen. Also - keine sinnlose Konkurrenz und Vergeudung von Energien, die wir noch brauchen werden ;-) Roman wird einmal alle Aufgaben und Tätigkeiten zusammenstellen, damit wir uns einmal klar werden, wer denn jetzt eigentlich welche Punkte übernehmen will. Obwohl eines jetzt schon klar ist - keiner will sich an die Kassa setzen. Es werden zwar Freunde und kleine Brüder angeboten, die schon für hundert Schilling oder ein paar "Tetsch'n" arbeiten würden, aber die Lösung ist auch nicht so ganz befriedigend.
Dann kommt noch die Idee, auf dem Con ein Sonderpostamt einzurichten, mit einem echten Perry Rhodan Sonderstempel, d.h. eine Marke wird auch tatsächlich direkt mit dem Klischee abgestempelt. Das hat es bisher nur in Rumänien vor drei Jahren zum 60. Geburtstag des Erben des Universums gegeben. Allerdings läßt sich das die Post sehr teuer bezahlen, und damit meine ich einen fast fünfstelligen Betrag. Erschwinglicher wäre diese originelle Sache, wenn man einen philathelistischen Verein findet, der gleichzeitig eine Ausstellung und Präsentation damit verbindet, zB. zum Thema Astronomie.
Das bisher größte Problem, nämlich das der Kontoführung und den damit verbundenen Befürchtungen, einen Verein gründen zu müssen, wird von Karl Heinz mit einem einzigen Satz vom Tisch gefegt: "Ich mache es." Gut, wieder etwas zum Abhaken.
Ja, und wieviel Geld auf dieses Konto kommen wird, hängt natürlich auch von den Eintrittspreisen ab. Die Festlegung der Höhe ist der nächste längere Diskussionspunkt. Einerseits darf der Eintritt nicht zu teuer sein, vor allem für jüngere Besucher und für Gäste aus dem Ausland, die ohnehin schon eine Menge Unkosten für Fahrt und Quartier haben, andererseits will man sich auch nicht zu billig verkaufen. Wir vergleichen mit ähnlichen Veranstaltungen und kommen schließlich auf einen Betrag von ca. zweihundert Schilling (DM 28). Mir erscheint das zu teuer, aber es bleibt nun abzuwarten, ob es einen zweiten Tag im Rathaus geben wird, und dann muß man das ganze sowieso neu festsetzen bzw. auf die beiden Tage aufsplitten. Der ThoreCon kostet zum Beispiel für Samstag DM 20 und für Sonntag DM 15 (beide Tage Vollprogramm), zusammen für Frühbucher DM 30. Daran wird man sich wohl orientieren müssen.
Daß es immer wieder turbulente Szenen gibt, habe ich ja bereits im Stammtischbericht geschrieben, aber es fehlen auch nicht die gewissen Auflockerungsphasen, in denen dann so kreative Ideen entstehen wie "Kinder bis 35 Jahre haben freien Eintritt" oder "Untertitel der Veranstaltung: Der erste ECHTE Austria-Con!" Heinz aus Graz kann aber dem zweiten Vorschlag nicht viel abgewinnen.
Großer Unsicherheitsfaktor ist die voraussichtliche Besucherzahl. Während Verwegene von tausend Gästen reden, die kommen könnten, werden die ersten Schätzungen von maximal 200 Leuten auf die durchaus realistische Spanne von 200 bis 400 revidiert. Einerseits will man natürlich nicht, daß die Sache ein Flop wird, andererseits kann es bei zuviel Werbung schon passieren, daß mehr Besucher kommen, als man vielleicht bewältigen kann. Aber besser zuviel als zuwenig. Andererseits darf man sich die Schranke natürlich nicht zu hoch legen, denn sonst kommen dann 399 Gäste und alle sind enttäuscht. Ich würde also meinen, daß alles, was über 200 liegt, ein Riesenerfolg ist. Vor allem wären dann auch die Ausgaben halbwegs abgedeckt, und je mehr Gäste kommen, um so mehr kann man ihnen bieten, denn Gewinn will sowieso keiner dabei machen.
Na ja, zum Glück haben wir ja noch viel Zeit bis zum Con-Termin, aber selbst die wird schneller vergehen, als uns lieb ist. Und bevor ich jetzt zum Philosophieren anfange, höre ich lieber auf!

 

11. Jänner 1999
Ernst Vlcek schickt ein Mail, daß wir beim Con fix mit ihm rechnen können. ".. es freut mich, daß Ihr Euch zu dieser Veranstaltung aufgerafft habt ..."
Außerdem hat Michael Marcus bei Klaus B. einiges zur Copyright-Frage in Erfahrung bringen können. Grundsätzlich darf man die Bilder der verschiedenen Künstler auf Flyern, Plakaten oder Programmheften verwenden, es muß dann nur ein entsprechender Hinweis auf den Urheber zu finden sein (Copyright: VPM, Rastatt. Illu: Johnny Bruck oder Copyright der einzelnen Abbildungen: VPM, Rastatt). Dies gilt jedenfalls für nichtkommerzielle Produkte. Wenn man etwas mit Gewinnabsicht verkaufen will (und kann!), so ist eine Genehmigung des Verlages notwendig.

 

12. Jänner 1999
Heute gibt es einige Neuigkeiten zu unserem geplanten Veranstaltungsort. Heimo hat mit Michael telefoniert und uns über den aktuellen Stand der Dinge informiert. Der Saal im Wiener Rathaus wird normalerweise nicht für öffentliche Veranstaltungen zur Verfügung gestellt und darf daher nur eingeschränkt beworben werden, d.h. keine Plakate, keine Infos in Trafiken, etc. - das Internet ist davon zum Glück ausgenommen :-))) Das kompliziert die Sache zwar etwas, aber die Frage ist, ob man einerseits durch gezielte qualitative Werbung nicht ohnehin die meisten Interessierten ansprechen kann und ob man andererseits durch massive Reklame nicht vielleicht einen nicht bewältigbaren Ansturm auslösen würde.
Am Sonntag steht der Saal nicht zur Verfügung, aber wir hatten an sich ursprünglich sowieso für den zweiten Tag ein gemischtes Freiluft/Führung/Lokal-Programm geplant. Jedenfalls wird es am Sonntag noch eine interessante Fortsetzung geben, damit sich die Reise auch für unsere deutschen Gäste lohnt (jetzt habe ich mir übrigens einmal die Mühe gemacht und Bochum auf der Landkarte gesucht - ganz schön weit weg von Wien!).

 

15. Jänner 1999
Arbeitssitzung im "Flut und Ebbe". Wie beim letzten Stammtisch ausgemacht, haben heute Milan, Roman, Thomas, Daniela, Wolfgang, Michael, Karl Heinz und Erich hierher gefunden, um ein paar weitere Dinge zum Con zu besprechen.
Zuerst wird Michaels Mail vom 12. Jänner herumgereicht, und es schlägt ein wie eine kleine Bombe. Mit den Komplikationen beim Rathaus hat keiner gerechnet, und es wird laut angedacht, einen neuen Veranstaltungsort zu suchen. Allerdings würde hier wieder eine komplett neue Situation hinsichtlich Kosten und Besucherzahl entstehen, außerdem ist die Sache von Heimo schon sehr weit vorangetrieben worden und wird mit etwas gutem Willen sicher für alle befriedigend abzuklären sein.
Über ein Con-Heft/Programm/Fanzine gibt es auch noch verschiedene Meinungen, die vom 16-Seiter bis zum 100er-Konvolut gehen, aber das wird alles erst in Folge spruchreif sein. Was es bereits gibt, ist das Con-Konto, und Karl Heinz drückt jedem der Anwesenden einen Zahlschein in die Hand (BAWAG, BLZ 14000, Ktonr. 24710705433, "Austria Con II")
Als es gerade in einer kurzen Pause eine Lagebesprechung für den Besuch des ThoreCons gibt (man muß ja auch mal schauen, was die Konkurrenz macht :-), verlasse ich die Runde, aber Daniela informiert mich gleich anschließend mit einem Mail über den Rest des Abends: Nach einer weiteren Diskussion über das Rathaus mit allen Vor- und Nachteilen ging es noch um weitere Sponsoren und etwa auch um verschiedene geplante Merchandising-Artikel. Die Eintrittskarten wird es wahrscheinlich in Form eines Buttons geben, der aber noch zu entwerfen ist.

 

16. Jänner 1999
"Austria Con II - Wien schlägt zurück!" betitelt das Fandom-A-Week (http://faw.notrix.de) von Florian Breitsameter einen Artikel in seiner Ausgabe 87 vom 16.1.99. Ich muß gestehen, ich habe als alter Star Wars Fan kurz überlegen müssen, bis ich hinter die Pointe dieses Satzes gekommen bin, aber besser spät als gar nicht. Man findet Hinweise über den Veranstaltungsort, die Gäste und einige geplante Programmpunkte, zB. den Überraschungsgast oder die Vorführung von SF-Filmen aus den 60er-Jahren. Natürlich fehlt auch nicht die Erwähnung eines gemütlichen Heurigen-Besuchs samt dazugehörigem "Stelzenmampfen" (Quelle: Michael)
An FanPro andressiere ich nochmals ein e-mail mit der Anfrage nach dem grundsätzlichen Interesse an einer Abhaltung eines PRSKS-WM-Turniers, da ja dies heuer wieder die einzige Chance auf eine derartige Veranstaltung auf österreichischem Boden sein würde.

 

20. Jänner 1999
Tja, das mit dem einzigen geplanten P.R.-Sammelkartenspielturnier im Jahr 1999 war ein erfreulicher Irrtum meinerseits. Christoph Marx, der österreichische Champion, informiert mich, daß es vom 20. bis 21. Februar ein offizielles WM-Turnier in Weidling bei Wien geben wird. Christoph hat bereits im letzten Jahr in Gleinstätten mitgespielt und ist außerdem, wie sein Bruder, anerkannter Schiedsrichter. Er verspricht, sich um den Kontakt zu FanPro wegen unserer Anfrage für den Austria Con II zu bemühen. Nach dem Erfolg im Vorjahr nehme ich einmal an, daß FanPro selbst einen Vertreter entsenden wird, um den Con zu leiten, und falls das nicht möglich sein sollte, könnte das wahrscheinlich auch Christoph machen.
Da wir noch immer auf der Suche nach geeigneten "Tragebehältnissen" (sprich Sackerl oder Tüten) sind, idealerweise mit einem Aufdruck, wäre mir noch eine originelle Alternative eingefallen: Pappendeckelköfferchen, wie sie zum Beispiel IBM auf Computermessen verteilt und die äußerst begehrt und auffallend sind. Ich informiere mich da zwar über ein paar indirekte Wege, aber man sollte ja nicht glauben, wie teuer so ein zusammengefaltetes Stück bedruckter Karton sein kann ...

 

21. Jänner 1999
Noch ein kleiner Nachtrag zur Con-Besprechung am Stammtischabend. Wie erwähnt, wird auch Andreas Findig als Bühnengast erwartet. Neben seiner Teilnahme an der Diskussionsrunde der "Jungen Wilden" wird Andreas auch etwas präsentieren, von dem ich gehört habe, daß es schon "verlautbarungsreif" sein soll: ein Gucky-Kinderbuch für Jung und Alt, illustriert mit vielen Zeichnungen von Reinhard Habeck, dem allseits bekannten Rüsselmops-Zeichner. Und wie man aus eingeweihten Kreisen bereits erfahren konnte, soll das Buch sensationell werden! Wer weiß, vielleicht gibt es ja bis Oktober schon eine Fortsetzung.
Diesbezüglich gab es vor einigen Tagen in den News des HJB-Verlages eine Falschmeldung: Das dort angekündigte Gucky-Buch war vor längerer Zeit einmal so geplant, mittlerweile ist jedoch etwas ganz anderes daraus geworden. Also kein Buch zur CD "Der denkende Wald", sondern ein eigenständiges Werk von Findig/Habeck mit dem vielsagenden Titel "L.... (puh, das war knapp)".

 

22. Jänner 1999
Wien ist anders! Das beweist ein Mail von Roman, das ich heute bekomme. Er hat mit jemandem gesprochen, der bei der Gemeinde arbeitet, und dabei einige bürokratische Schmankerl in Erfahrung gebracht. Daß man für offizielle Eintrittskarten Steuer zahlen muß, haben wir schon vermutet, aber daß man sie vorher einer Beamtin vorlegen muß, auf die Idee wäre niemand gekommen. Und wenn außerdem mehr als 30 Personen in einem Raum sind, muß die Garderobe eine bestimmte Länge haben, und pro Meter darf man nur eine bestimmte Anzahl an Kleidungsstücken hinlegen (Roman, bist Du sicher, daß Du da nicht auf den Arm genommen wurdest?). Eine Person, die Erste Hilfe leisten kann - okay, solange wir keinen Geistlichen für die letzte Ölung brauchen ... aber die Gefahr, daß sich jemand zu Tode langweilt, ist ohnehin nicht gegeben! Roman bekommt jedenfalls eine 25 Seiten starke Broschüre zugeschickt - wahrscheinlich das große "Con-Do-It-Yourself-Book".
Um übrigens noch ein Gerücht zu entkräften: Entscheidungen zum Con werden nicht mittels einer angehaltenen Pumpgun durchgesetzt ...

 

29. Jänner 1999
Michael hat von einem Bekannten, der in der Kuffner Sternwarte arbeitet, einige Infos wegen einer Führung eingeholt, und das würde nicht so schlecht aussehen, auch finanziell :-) Außerdem liegt die Sternwarte in der Heurigengegend, so daß man diese beiden Programmpunkte gleich gut verbinden könnte. Zwar ist das "Transportproblem" nach wie vor noch nicht geklärt, aber da läßt sich sicher noch eine annehmbare Lösung finden.
Auch hinsichtlich der Besucherzahlen und der eingeschränkten Werbung sehe ich überhaupt keine Probleme: Nachdem sich beim Anblick des "GLADOR"-Posters an einer Wand meines Bürozimmers innerhalb kurzer Zeit bereits der Hauselektriker, der Geschäftsführer einer Kopiererfirma, und erst heute eine Bürokollegin als Perry Rhodan Fan geoutet haben, werden wir uns wohl nicht über zu wenige interessierte Besucher beklagen müssen.
Milan schlägt vor, ein dickes "Con-Fanzine" zu machen, das so eine Art "New Worlds-NOW-Crossover" sein könnte, aber ich fürchte, das wird sich zeitmäßig nicht ausgehen. Ich möchte da zwar schon auch etwas machen, aber nicht so aufwendig. Und dann soll es ja noch das Programmheft geben. Hier würde ich nach wie vor einen Kompromiß präferieren - ein ausführliches, erweitertes Programm mit ca. 40 Seiten, das auch Platz für einige "add-ons" bietet.

 

30. Jänner 1999
Bei einem Einkaufsbesuch beim "Comics Virt" plaudere ich mit dem Besitzer unter anderem auch über den geplanten Austria Con II. Wolfgang hat ja da schon ganze Arbeit geleistet und alle Wiener Händler vorinformiert. Das Interesse an der Veranstaltung ist recht groß, erhofft man sich davon doch einen gewissen Werbeeffekt und natürlich auch lukrative Geschäfte. Daß sich die Mühe, das ganze "Zeug" aus dem Lager ins Rathaus und wieder retour zu schleppen, auch in gewisser Weise lohnen muß, ist klar, aber wenn das Angebot stimmt, dürfte das kein Problem sein. Hier wird man sich jedoch etwas abstimmen müssen, um den Besuchern ein breites Sortiment bieten zu können und um nicht an jedem Stand die Perry Rhodan Romane 500 bis 1000 zu finden (also, dann rückt mal raus mit den alten Fanartikeln und den hohen Atlan-Nummern!).

 

31. Jänner 1999
Am Abend sitze ich beim PC und mache einige Entwürfe für die Con-Seiten im Internet. Wahrscheinlich werde ich demnächst einmal zwei oder drei Seiten online geben, um feedback zu bekommen - allerdings werden nur die Wiener Perry Rhodan Stammtischler über einen versteckten Link Zugriff bekommen :-) Außerdem muß ich auch einen kleinen Screenshot ins Tagebuch stellen, um diesen Buchstabenfriedhof etwas aufzulockern.

 

5. Februar 1999
Heute findet bereits die vierte Perry-Rhodan-Con-Besprechung im Rahmen des Stammtischabends statt. Bis zur Abhaltung des Cons haben wir noch einmal doppelt so viele, das heißt acht, solcher Abende zu absolvieren, vielleicht sind es aber auch nur sieben - womit ich gleich zum ersten Punkt der Tagesordnung komme. Es gibt nämlich eine gute und eine schlechte Nachricht. Kommen wir zuerst zur guten: Es gibt mittlerweile wieder drei fixe Zusagen von Gästen, die wir für den Con eingeladen haben, um Programmpunkte zu bestreiten: Da wäre zunächst Hermann Urbanek, über dessen Namen sicher schon jeder einmal gestolpert ist, der sich für Science Fiction interessiert. Robert Christ hat sich bereit erklärt, zum Gaudium des Publikums einige uralte Super-8-Filme aus der Pionierzeit des SF-Films herzuzeigen, die sogar noch den alten - ES habe ihn selig - Perry Rhodan Film an schlechtem Geschmack übertreffen sollen. Und dann wäre da noch ein gewisser österreichischer Bundesminister, der nicht nur den Ehrenschutz übernehmen wird, sondern sich auch bereit erklärt hat, eine Eröffnungsrede zu halten.
Und jetzt die schlechte Nachricht: Der Termin, zu dem bereits alle Gäste zugesagt haben, ist wahrscheinlich gefallen! Die Wiener Buchwochen zeigen Perry Rhodan das lange Lesezeichen.
Eigentlich sollte man ja solche Dinge totschweigen, um nicht Gefahr zu laufen, sich lächerlich zu machen, und abschrecken will man ja sowieso niemanden, einen Con zu veranstalten. Andererseits braucht man auch eine Klagemauer, an der man sich ausweinen kann und muß schließlich den Besuchern ja irgendwie zeigen, daß ihre Con-Eintrittskarte alleine schon wegen des großen Aufwandes im Vorfeld eine lohnende Ausgabe ist (der Fachterminus dafür wäre übrigens: "In Genußscheine investieren"). Obwohl - ich denke, daß es anderen "Veranstaltern" schon ebenso ergangen ist oder noch ergehen wird - und falls nicht, dann haben wir es ohnehin nicht besser verdient. Zugegeben, es sind ganz interessante Erfahrungen, aber auf einige davon hätten wir gerne verzichtet.
Jedenfalls setzen wir jetzt alles in Bewegung, um den Veranstaltungssaal doch noch über die Runden zu retten. Die oben erwähnten sieben Monate beziehen sich darauf, daß im schlimmsten Fall ein Ersatztermin Mitte September zur Verfügung stehen würde. Bis zur nächsten Besprechung im März muß hier jedoch unbedingt eine Entscheidung fallen, um vernünftig weiterarbeiten zu können.
Es werden natürlich auch Alternativen ins Auge gefaßt, von denen die reizvollste wahrscheinlich die "Saalbesetzung" ist - Perry Rhodan goes Anarchy! Oder: Der Con als Videoaufzeichnung - keine Anreise, keine Hotelkosten; "Hole Dir den Con ins Wohnzimmer!"
Ein zweiter Ersatztermin im Frühjahr des nächsten Jahres wird einstimmig abgelehnt - schließlich muß auch irgendwann wieder einmal der normale Stammtischalltag einkehren, und man möchte nicht noch ein weiteres halbes Jahr alles vor sich herschieben.
Eines steht jedenfalls fest - den Con wird es geben. Die Frage ist nur, "wie?", "wann?", "wo?" ... heh, wer hat da "warum?" gesagt!?
  16. Februar 1999
Wer kennt das nicht - da sitzt man im Büro erschöpft am Schreibtisch, einen langen Arbeitsvormittag hinter sich, der ohnehin bis halbzwei gedauert hat, packt sein Mittagessen aus, das man gerade im Lokal um die Ecke geholt hat, befördert ein Stück gut riechendes Fleisch und mehrere in Scheiben geschnittene und marinierte Erdäpfel auf seinen Teller, packt das Eßwerkzeug, sticht mit dem Messer in das Schnitzel, durchdringt die knusprige Panier und arbeitet sich zur doppelten Fleischeinlage vor, die von einer Schicht magerem Schinken und flüssig geschmolzenem Käse unterbrochen wird, lädt die Gabel voll mit der aromatischen Beilage, schaufelt das ganze zusammen, auf daß aus dieser Kombination der Einzelteile ein größeres und schmackhafteres synergetisches Ganzes wird, schließt leicht die Augen, wenn der Arm anhebt und sich die Hand mit dem kostbaren Gut langsam Richtung Kopf dreht, die Richtung des Mundes ganz alleine findend, das erwartungsvolle Öffnen der Lippen und die erhöhte Speichelkonzentration am Gaumen heißen das Kommende gleichsam Willkommen, und gerade als die Gabel mit der schmackhaften Last im Begriff ist, in den Mund einzudringen - läutet das Telefon! Ein kurzes Aufbäumen der Kollegin, die den stillschweigenden Auftrag hatte, alles und jeden abzuwimmeln, dann Resignation.
Es ist Michael Marcus, der bei mir jedoch ein "Schnitzel-kalt-werden-Privileg" und ein "Schon-bei-der-Türe-draußen-wieder-zurückkomm-Privileg" besitzt. 2M berichtet, daß sich hinsichtlich des Veranstaltungsortes noch nichts neues ergeben hat und wir weiterhin in gespannter Erwartung ausharren müssen. Ansonst ist alles ruhig an der Con-Front.
  25. Februar 1999
Na, bitte. Jetzt haben wir zwar unseren Wunschtermin für Ende Oktober wieder, aber dafür keinen Saal mehr! "Sch... ade" ist wohl der erste Gedanke, der mir durch den Kopf geht, als mir Double-M am Telefon sagt, daß das Rathaus als Veranstaltungsort gestorben ist. Wirklich schade, aber was soll's. Zum Glück gibt es ja in Wien mehrere überdachte Räumlichkeiten, die für solche Festivitäten in Frage kommen, und es sind bereits einige neue in Aussicht. Außerdem können wir jetzt wieder ein paar Dinge aus der Schublade holen, die wir schon ad acta gelegt hatten und die jetzt neue Aktualität bekommen. Also - Zero Hour ist angesagt, auf ein neues!
  5. März 1999
Zwar bin ich heute beim Stammtisch nur geistig anwesend, während ich mich im Bett mit Windpocken umherwälze, aber ich lasse mir natürlich ausführlich berichten, welche Fort- oder Rückschritte die Conplanung derzeit macht. Allerdings gibt es nicht viel zu erzählen - das Thema Con ist in einer Viertelstunde abgehakt, dann widmet man sich in der Stammtischrunde wieder den gemütlicheren Dingen ;-)
Nach der Absage durch das Rathaus ist das dringendste Problem nun die Suche nach einem Veranstaltungssaal. Die Preise dafür sind teilweise horrend, und so erklären sich alle bereit, einmal auszuschwärmen und sich umzuhören, um hier etwas geeignetes zu finden. Als "Abschiedsgeschenk" sozusagen stellt das Rathaus immerhin einen Bus zur Verfügung - da können wir wenigstens schlimmstenfalls einen "Bus-Con" machen - jeweils ca. dreißig Leute werden eine Stunde herumkutschiert, Klaus N. sitzt vorne mit dem Mikrofon und beantwortet Fragen, auf der Rückbank baut ein Händler seinen Stand auf und in der Bustoilette gibt es Gesprächsrunden mit den Autoren im kleinen Kreis. An verschiedenen Haltestellen steigen neue Vortragende zu und die alten aus, die dann wieder auf die nächste Durchfahrt des Busses warten ...
  6. März 1999
Jetzt ist es endgültig offiziell! Marcus Michael mailt zunächst einmal 100 ausgewählte Perry Rhodan Fans an, um die Veranstaltung des "Austria Con II - Perry Rhodan Tage in Wien" bekanntzugeben und näher darüber zu informieren. Hier das Mail im Wortlaut:

Lieber Perry Rhodan-Fan!
Es wurde zwar in diversen Mails und Newslettern bereits kolportiert, aber nunmehr ist es fix:
Am 30./31. Oktober dieses Jahres findet erstmals ein PR-Con in Wien statt. Unter dem Titel ‚Austria-Con II‘ (die Nummer I fand letzten Herbst in der Steiermark statt) bieten wir am Samstag, dem 30. Oktober hauptsächlich Programm, während der Sonntag der Entspannung und der Völlerei gewidmet sein soll (übrigens eine Wiener Spezialität).
Als Ehrengäste werden erwartet:
Klaus Bollhöfener und Klaus N. Frick von der PR-Redaktion
Hubert Haensel und Ernst Vlcek von den PR-Autoren
Andreas Findig und Reinhard Habeck, Autor und Zeichner des Gucky-Kinderbuches und bekannte Namen aus dem österreichischen SF-Fandom: Leo Lukas, Michael Wittmann, Hermann Urbanek, Alfred Vejcha, Neal Davenport, Robert M. Christ uvm.
Ohne allzu viel zu verraten: neben den üblichen Redaktionsgesprächen und Vorträgen wollen wir einige ungewöhnliche Schmankerl bieten:
  • Leo Lukas, bekannter österr. Kabarettist, Buchautor und PR-Fan wird durch einen Großteil des Programmes führen.
  • Mit etwas Glück bekommen wir einen echten österr. Minister auf die Bühne, der deklarierter Perry Rhodan-Fan ist.
  • Ausklingen soll der Samstag mit einem Besuch auf einer Wiener Sternwarte (natürlich nur, wer will), und/oder eine feuchtfröhliche Feier bei einem Wiener Heurigen.
  • Für die sonntäglich geplante Busrundfahrt durch Wien hoffen wir auf Ernst Vlcek als Reiseführer.
  • Das offizielle Ende des Cons im Wiener Prater findet im bekannten Lokal ‚Schweizerhaus‘ statt, wo nochmals Gaumen und Ranzen einem Belastungstest unterzogen werden sollen.
  • Aber damit sind wir noch nicht wirklich am Ende: Klaus N. Frick hat uns zugesagt, Sonntag nachmittag sowie Montag vormittag ein Literatur-Seminar zum Thema Science Fiction abzuhalten (analog den Seminaren in Wolfenbüttel)!
Anmerkung: Montag, der 1. November ist (zumindest in Österreich) Feiertag!
Preise, Anmeldungsmöglichkeiten und Details sind ab Anfang April auf der Homepage des Wiener Stammtisches (http://ourworld.compuserve.com/homepages/frostrubin) abzufragen. Bis dahin bitte ich, alle Anfragen an meine Adresse zu richten.
Weitere e-mails werden über die Fortschritte bei den Con-Vorbereitungen berichten. Wenn Du Dich dadurch belästigt fühlst, bitte ich Dich, mir das mitzuteilen. Ansonsten haben wir nix dagegen, wenn diese frohe Botschaft hemmungslos weiterverbreitet wird.
  9. März 1999
Das Mail von Michael mit dem Hinweis, daß ab April alle Infos zum Con im Internet zu finden sind, hat mich gleichermaßen erschreckt und wachgerüttelt. Sofort lasse ich alles liegen und stehen und klemme mich wieder hinter die Ausarbeitung der Con-Seiten. Zum Glück darf ich ja wegen meiner Windpocken die Wohnung nicht verlassen, und das erweist sich jetzt als glücklicher Umstand :-) Heute lade ich die letzten Rohentwürfe ins Netz (noch ohne Textinhalte), natürlich nur für eingeweihte Stammtischbesucher abrufbar, um Reaktionen zu bekommen.
  19. März 1999
Nach einigen Telefonaten im Laufe der vergangenen eineinhalb Wochen, in denen es in erster Linie um die noch nicht vorhandenen Con-Räumlichkeiten ging, ist für heute ein Treffen angesetzt, bei dem wir einen möglichen Veranstaltungsort besichtigen wollen. Wolfgang hat diesen Termin organisiert, zu dem sich noch Michael Marcus, Roman, Daniela und Karl Heinz einfinden. Allerdings sind wir nicht darauf vorbereitet, die ganze Sache auch mit dem Geschäftsführer des Kolpinghauses in Mariahilf zu besprechen, der in Anzug und Krawatte kommt und dem wir - mit Ausnahme von Wolfgang - mit Metallica-T-Shirt, ketchupbeflecktem Hemd und unrasiert gegenübersitzen. Das Gespräch ist sehr konstruktiv, und der Preis für die Miete liegt gerade noch im Bereich des Möglichen. Der Vermieter hat zwar noch Bedenken, weil er an diesem langen Wochenende bei einer eventuellen Hochzeitsfeier mit 500 oder 600 Gästen wahrscheinlich mehr Geschäft machen könnte als mit unserem Con, aber bis Ostern bekommen wir eine definitive Entscheidung.
Ansonst sind die Räumlichkeiten optimal für die "Perry Rhodan Tage Wien" geeignet - großer Saal, Empore, Nebenräume, technische Infrastruktur, Seminarraum, Restaurant und Buffet und Zimmer für die Übernachtung. Wir können zwar nur einen kurzen Blick in den Saal werfen, weil dort gerade eine Filmvorführung stattfindet, aber einige von uns kennen den Raum noch von den Comic-Börsen her, die früher hier stattgefunden haben.
Notfalls sind wir noch für ein Haus der Begegnung im 20. Bezirk vorgemerkt und auch die Berufsschule Längenfeldgasse wäre eine überlegenswerte Alternative, aber dieser Veranstaltungsort hier wäre unsere erste Wahl.
In einem nahegelegenen Beisl gibt es dann eine Nachbesprechung, bei der es allerdings mehr um Comics geht als um den Con, und es sind mehrere "Zur Sache"-Rufe notwendig, um zumindest die wichtigsten Dinge zur Diskussion zu stellen. 2M hat schon ein paar Reaktionen auf sein erstes Rundmail bekommen, und ich hoffe, wir können KNF's Prognose hinsichtlich der Anzahl der Wiener Con-Besucher übertreffen (die Zahl schreibe ich nicht, sonst bekomme ich wieder einen Rüffel, daß ich hier zu viel ausplaudere :-).
Über den Preis sind wir uns zwar noch immer nicht ganz einig, aber immerhin bekommen Mitglieder der PRFZ eine Ermäßigung darauf, wie ich in den heute erhaltenen Perry Rhodan News Nr. 43 lesen konnte. Ebenso müssen wir uns noch klar werden, welche Fan-Artikel es geben soll (T-Shirts, Buttons, Sackerl, etc.) und wie teuer die ganze Sache wird.
Auch zu den Entwürfen der Internet-Seiten habe ich schon ein paar konstruktive Meinungen und Reaktionen bekommen, von denen die positiven bisher überwiegen :-) Aber es wird schon verdammt knapp, die Seiten mit Inhalten zu füllen, die bisher ja zum Teil noch unsicher sind. Jedenfalls warten wir nun gespannt auf den Anruf, nach dem wir hoffentlich sagen können, wir sind wieder einen Schritt weiter gekommen!

 

... Fortsetzung in Teil III im nächsten Band!
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